HNP
12. April 2008

Ganz Heidenheim aus'm Häuschen"
Gabriele Rogowski und Künstler Rolf Bier diskutierten in Bremen über "Kultur und Wirtschaft" - und übers Bildhauer-Symposion

"Unternehmen, die schwarze Zahlen schreiben, sind verpflichtet, sich im sozialen und kulturellen Bereich als Sponsor zu betätigen": Diese mutige Aussage macht Gabriele Rogowski jetzt bei der Diskussion "Kultur wagen - und gewinnen" der IHK Bremen.

Von Manfred Allenhöfer

"Ganz Heidenheim war aus dem Häuschen, als Rolf Bier im Zuge des Bildhauer-Symposions per Flugzeug zehntausende kleine Papier-T.Shirts abwerfen ließ": So beginnt der Artikel in den Bremer Nachrichten, der über diese Tagung der Handelskammer berichtet. Anwesend auch besagter Künstler, der mittlerweile eine Professur an der Stuttgarter Akademie innehat: "Heidenheim ist wie ausgewechselt", hat Bier bemerkt, "ganz neue Energie fließt durch die kleine Stadt". "Kultur wagen - und gewinnen" war das Motto beim Bremer "Kultur-Wirtschaft-Tag". Auf verschiedenen Ebenen wurde dabei im Norden der Republik darüber diskutiert, "wieviel Unternehmen in Kultur und wieviel Kultur in Unternehmen" steckt. Hintergrund war die Überzeugung, dass Wirtschaft und Kultur gegenseitig voneinander profitieren können.
Geschäftsführer der IHK Bremern ist Dr. Stefan Offenhäuser, der in Heidenheim aufgewachsen ist und bei der HNP volontiert hat. Er kennt natürlich die Verhältnisse in seiner Heimatstadt und lud Gabriele Rogowski zur Podiumsdiskussion ein: In Heidenheim, so wurde es vor Ort angekündigt, "profitieren Unternehmen unterschiedlichster Branchen seit zehn Jahren von der Zusammenarbeit mit international anerkannten Künstlern".

 

Die Diskussionsrunde war hochkarätig besetzt: Neben Gabriele Rogowski und Prof. Bier sassen auf der Bühne Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Leiter der Bremer Kunsthalle, und Andreas Teufel, Sprecher der Bremer Wirtschaftsjunioren und Kreativdirektor. Die Diskussion leitete, mit rotem Blazer, Rock und roten Stiefeln, Jutta Günther, Redakteurin bei Radio Bremen. Gabriele Rogowski war eingeladen, über das "bundesweit einzigartige Bildhauer-Symposion Heidenheim" zu referieren. Und sie berichtete in der Innensicht: "Die Mitarbeiter der Partnerfirmen waren begeistert und hoch motiviert. Die Identifikation mit ihrem Unternehmen stieg deutlich; sie waren im besten Sinne stolz, bei der Entstehung eines Kunstwerks mitgewirkt zu haben". Und die Außenwirkung? Die wird ja allein schon durch die Einladung der Heidenheimerin ins ferne Bremen dokumentiert. Und sie ist überzeugt: "Die Region konnte eindrucksvoll zeigen, dass sie nicht nur eine bedeutende Wirtschaftsregion ist, sondern sich auch für Kultur engagiert".