werk schaffen erde...
Harald Kröner

Osram GmbH, Werk Autolampen
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Werk

Harald Kröner (geb. 1962, lebt in Pforzheim) arbeitet mit über 750 Autoglühlampen der Firma Osram. Aus ihnen formt er Lichttexte, die sich mehrdeutig auf zwei mit Bedacht ausgewählte städtische Transiträume beziehen: eine Fußgänger- und eine Autounterführung. Die Texte „auf der welt sein: im licht sein“ und „werk schaffen erde verbergung lichtung“ bringen einerseits zusätzliches Licht in die beiden dämmerigen Tunnel, andererseits stimulieren sie freie Assoziationen über das Verhältnis von Licht und Dunkel. Zugleich werfen die Texte aber auch die Frage nach ihrer Herkunft und exakten Bedeutung auf. Während letzteres vom Betrachter selbst beantwortet werden muss, nennt uns der Künstler seine Quellen: Das erste Zitat stammt aus Max Frischs Roman „Homo Faber“ (1957) und ist die verkürzte Version eines Lieblingszitates des Künstlers zum Thema Licht. Die zweite Wortfolge setzt sich aus zentralen Begriffen in Martin Heideggers Schrift „Der Ursprung des Kunstwerks“ (1960) zusammen, welche die ontologische Verbindung von materiellen Kategorien wie Erde, Licht und Dunkel mit geistigen und kreativen Kategorien nachzuweisen sucht.
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Künstler

1962 geboren in Pforzheim
1984–90 Kunstakademie Stuttgart bei Rudolf Schoofs jew. mehrmonatige Reisen durch die Sahara (86),
USA (87), Labrador (88) und Tibet (89)
1994 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1997 Kunstpreis “Ortszeit”, Pforzheim
2000 Preisträger Wettbewerb Gedenkstätte Weltkriegsopfer, Pforzheim
2002/03 Atelierstipendium Stiftung Bartels Fondation, Basel
2005/06 Stipendium Cité Internationale des Arts, Paris
2006 Preisträger WERK 07 Bildhauersymposion Heidenheim