Carl Boutard
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Landratsamt Heidenheim Fachbereich Forsten
Uwe Maier Holzbau
 

 

 

  
PROJEKT   KÜNSTLER

Wie Rita Rohlfings reflection wird auch die Holz-Skulptur des schwedischen Künstlers Carl Boutard auf dem Schlosspark platziert. Als Aufstellungsort – oder besser als Aufhängungsort – benötigt sie einen großen, möglichst frei stehenden Baum.
Carl Boutard, der Preisträger für den Arbeitsplatz Forst, hat eine bestechende Grundidee entwickelt. Ausgehend von seinem Arbeitsmaterial Holz in dessen ursprünglichster Form - also dem Stamm bzw. dem Ast - entwickelt er aus entrindetem Holz mit einem Durchmesser von 20 – 39 cm eine abstrakte Skulptur. Hierzu werden die Äste in einzelne Segmente mit einer Länge von ca. 30 – 70 cm zerlegt und durch Metallverbindungen, wie sie von Zimmerleuten und Schreinern benutzt werden, zu einer organoid-verschlungenen Form zusammengefügt, die am Ende eine in sich geschlossene Schleife bildet.
Offenkundig handelt es sich auch hier um eine abstrakte, autonome Plastik, die jedoch auf ihr Ausgangsmaterial, den Baum, auf vielfältige Weise Bezug nimmt: 1. in der groben, naturnahen Oberflächengestaltung; 2. dem quasi organischen Wachstum der Segmente und 3. schließlich im Auf-hängungsort selbst: einer Baumkrone.
In der Gegenwartskunst gibt es unzählige Künstlerinnen und Künstler, die sich mit dem Zusammenhang von Kunst und Natur beschäftigen. Allerdings sind die wenigsten Werke überzeugend, denn viele imitieren einfach die Natur oder Naturprozesse und ignorieren damit die grundlegende Differenz zwischen Kunst und Natur. Denn Kunst heißt deshalb Kunst, weil sie etwas Künstliches, vom Menschen Gemachtes ist und daher niemals mit Natur identisch sein kann. Genau diese Differenz zwischen der Natur-Realie Baum und der Kunst, die von uns Menschen gemacht wird, ebnet Carl Boutard mit seiner Holzskulptur nicht ein. Sie zeigt zwar, dass sie aus einem Baumstamm entstanden ist und sie imitiert offenbar auch pflanzliche Wachstumsformen, aber sie erscheint selbst nicht als Naturform. Vielmehr schafft der Malmöer Künstler eine eigene künstlerische Realität parallel zur Natur. Diese Formulierung erinnert nicht zufällig an Paul Cézanne, dessen Diktum lautete: Kunst ist eine Harmonie parallel zur Natur. Damit schloss Cézanne bewusst aus, dass es die Aufgabe der modernen Kunst sein könne, die Natur einfach – abbildhaft oder prozessual - zu imitieren.

René Hirner

 
b. 1975 in Kiruna
   
Soloshows
2012 Angelika Knäpper Galllery, Stockholm (upcoming)
2011 The Living Art Museum, Reykjavik
2010 Galleri PingPong, Malmö
2009 Angelika Knäpper Gallery, Stockholm
2009 Galleri Koh-I-Noor, Köpenhamn
2008 Galleri 5, Lund
2007 KHM, Malmö
   
Groupshows
2012 SAK at Sven-Harrys Konstmuseeum, Stockholm
2012 Angelika Knäpper Gallery, Stockholm
2011 Encounters With Hill, Lunds Konsthall
2011 Tracks, Malmö Konstmuseum
2011 Malmö Fast Forward, Skur2, Stavanger
2010 Presentation, Lunds Konsthall
2010 Nordic Delight, Centre Culturel Suédois, Paris
2010 Ellen Trotzig stipendiater, Ystads Konstmuseum
2009 Alma Löv Museum, Östra Ämtervik
2008 Place to Place, The Museum of Sketches, Lund
2007 In Search Of A Lost Self, Bonniers Konsthall, Stockholm
2007 Crosskick/Platform#4, Kunstverein Hannover 
2006 Deeper depression, Teheran art gallery, Teheran.
2006 Nuevo Estoccolmo, Luna Kulturhus, Södertälje
2006 Likimain, Jetty Barracks gallery, Suomenlinna, Helsingfors
2005 Signal in the heavens, Gallery Boreas, New York.
   
Education
2007 M.F.A., Malmö Art Academy
2005 B.Sc., KTH Architectural Dept. Royal Institute of Technology, Stockholm. 
2004 B.A., Iceland Academy of the Arts, Reykjavik.
2002 Exchange at UdK, Berlin 
2001 Idun Lovén, Stockholm
   
Acqusitions and Works in public collections
2012 SAK, Sveriges Allmänna Konstförening
2012 The National Public Art Council Sweden, work in progress
2012 Municipality of Lund, work in progress
2010 Municipality of Lund
2010 Malmö Konstmuseum
2009 Malmö Konstmuseum
2008 Municipality of Falkenberg
2007 The National Public Art Council Sweden
2007 The Museum of Sketches
2007 Akademiska Hus Öst
   
Scholarships
2010 Ellen Trotzigs fond, Malmö Art Museum 
2010 Längmanska Kulturfonden
2009 Swedish Arts Grants Committee