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Start Bildhauersyposion „Werk 10

   
Mit einem höchst erfolgreichen und eindrucksvollen Start begann am Donnerstag abend im Gebäude der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg das fünfte Bildhauersymposion (Bisy) in der Stadt Heidenheim.
Nach der gut besuchten Mitgliederversammlung des Trägervereins unter der Leitung der Vorsitzenden Gabriele Rogowski, füllte sich der große Sitzungssaal der IHK bis auf den letzten Platz. Das Interesse am Bildhauersymposion, das zeigte sich an diesem Abend, war noch nie so groß wie beim „Werk 10“.  Darüber  zeigten  sich nicht nur die Vorsitzende, sondern auch der Hausherr und Mitinitiator des Bisy , IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Moser besonders erfreut. Er begrüßte die zahlreichen Besucher und stellte im Hinblick auf das Grundprinzip des Bisy, nämlich der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Künstlern, fest, dass Innovation und Kreativität Brüder seien.
Gabriele Rogowski dankte ihrerseits Moser für seine Bereitschaft, von Anfang an diese für Heidenheim wichtige Veranstaltung zu unterstützen und zu fördern. Die IHK stellt seit dem ersten Bisy im Jahr 1997 ihre Räume für die Präsentation der künstlerischen Arbeiten zur Verfügung. Die dreiköpfige, hochkarätige Jury habe vor wenigen Tagen die Möglichkeit gehabt, aus 28 Arbeiten internationaler Künstler fünf als Preisträger auszuwählen. Diese sollen nun in den kommenden Monaten in den am „Werk 10“ beteiligten Firmen der Region realisiert werden.
Rogowski  stellte die Preisträger und die Repräsentanten der Unternehmen vor, dankte den Sponsoren und überreichte den Künstlern einen ersten Teil des Preisgeldes. Den Rest erhalten sie nach Fertigstellung und Präsentation der Werke im Juli nächsten Jahres.

 

Das Bisy sei aus der Idee heraus entstanden,  „unser schönes Heidenheim ein wenig aufzupeppen und kontroverse Diskussionen über Kunst in der Stadt anzuregen“. Dies, so meinte die Bisy-Vorsitzende, sei schon mit der ersten Veranstaltung und auch bei den weiteren immer wieder gelungen. In diesem Zusammenhang dankte sie auch OB Bernhard Ilg für sein Interesse und seine Bereitschaft, das Symposion zu unterstützen.  In den Dank schloss sie den anwesenden Enkel des ehemaligen Voith-Chefs und Heidenheimer Ehrenbürgers Hugo Rupf, Nicolas Palmeri, ein, der über die Hugo-Rupf-Stiftung das Bisy seit Jahren großzügig  unterstützt.
Professor Rolf Bier, Mitglied der Jury und Preisträger beim ersten Bisy im Jahr 1997, lobte in seinem Vortrag das Symposion  als in dieser Form einmalige Veranstaltung in Deutschland. „Was wirklich trägt, hält lange“, sagte Bier. Die Skulpturen im öffentlichen Raum in Heidenheim hätten zum Teil einen heftigen Streit ausgelöst. Mittlerweile hätten die Heidenheimer aber eine erfreuliche Streitkultur entwickelt. Als besonders interessant und einmalig bezeichnete Bier die Zusammenarbeit der Künstler mit den Firmen. Dies führe zu einem außergewöhnlichen  Spannungsfeld und schaffe bei allen Beteiligten Erinnerungen. Abschließend stellte der Stuttgarter Kunst-Professor die fünf Arbeiten vor und erklärte, dass es sich dabei um vier klassische Skulpturen handle und eine völlig neu und überraschend sei. Dabei geht es  um eine Arbeit, die sich mit dem Thema Medien und Kommunikation beschäftigt. Sie wird von einer britischen Künstlerin und einem britischen Künstler in Zusammenarbeit mit der Heidenheimer Zeitung erarbeitet.
nopf 20.11.2009