Vorwort  

v.l: Schmidt,Klegin,Sugár,
Moser,Dr.Gauss,Lovrinovic,
Stimpfig, Dr.Hirner

v.l: Schmidt, Dr.Gauss, Lovrinovic,
Klegin, Sugár, Stimpfig
Vernissage
 

5 Materialien - 5 Künstler - 5 Firmen

Dies ist die Erfolgsformel des Bildhauersymposions Heidenheim. Dabei hatten wir nie die Absicht, sozusagen fertige Kunst zu beschaffen, sie nach Heidenheim zu holen und sie in einer Art Ausstellung zu präsentieren.

Unser Ziel war - und wird es immer sein - Künstler nach Heidenheim zu holen, die sich mit dieser Stadt, mit der besonderen Situation, mit einer ganz speziellen Stelle auseinandersetzen, ihre Arbeit also für diesen Ort im ureigentlichen Sinne machen. So wollte dieser Verein, so wollten die Menschen, die diesen Verein tragen, niemals für eine Art Möblierung in der Stadt sorgen. Wir wollen Kunst als Auseinandersetzung. Dieses Ziel haben wir bereits bei unserem ersten Symposion erreicht und wir hoffen, dies auch mit dem "Werk 2001" erreichen zu können. Dafür benötigen wir Hilfe - große Hilfe.

Deshalb möchte ich allen danken, die durch ihren persönlichen Einsatz mitgeholfen haben, dieses Symposion möglich zu machen.
Dies sind zum einen die Künstler, es sind dies:
die Künstlergruppe inges idee:
- Hans Hemmert
- Axel Lieber
- Thomas A. Schmidt
- Georg Zey
Thomas Klegin
Dragan Lovrinovic
Jürgen Stimpfig
János Sugár

Ein großer Dank geht an die beteiligten Unternehmen. Sie haben die Tore geöffnet, sie haben Materialien und Werkzeuge zur Verfügung gestellt, sie haben Personal bereit gehalten, kurz um, sie sind Herz und Kreislauf dieses Symposions.



Natürlich ist wieder die Frage gestellt worden: Besteht bei den Unternehmen überhaupt eine grundsätzliche Neigung, Kultur zu fördern?
Unterstützt das Unternehmen Institutionen oder eher Projekte?
Zieht das Unternehmen etablierte Kultur der unbekannten vor?

Selbstverständlich gibt es zahlreiche und sehr gute Gründe für ein Unternehmen, Kultur zu fördern. Doch diese Begründungen gelten keineswegs für alle Unternehmen gleichermaßen. So ist es eine erfreuliche Feststellung, dass mehr als ein Viertel aller deutscher Unternehmen über den eigentlichen Geschäftszweck hinaus die Nähe zur Kultur suchen, sie engagieren sich dabei in unterschiedlichster Weise. Privatwirtschftliche Kulturförderung ist mehr als nur der bloße Lückenfüller, angesichts leerer, öffentlicher Kassen. Wir sind überzeugt von der prinzipiellen Notwendigkeit unternehmerischen Handelns auf diesem Gebiet. Ziel ist ein partnerschaftliches Zusammengehen von Wirtschaft und Kultur.

Ich freue mich auch am Ende dieses Symposions feststellen zu können, dass sich die Unternehmen dabei immer eine Zurückhaltung auferlegt haben, die nie in die eigentliche Kunst eingegriffen hat. Somit haben diese fünf beteiligten Unternehmen eine Forderung von Ben Willikens erfüllt, die für die Qualität unseres diesjährigen Symposions ebenso wichtig ist wie für seinen Fortbestand. Willikens stellt fest, dass "die Beschädigung der Kunst immer dort lauert, wo man versucht, ihr anarchistisches Wesen zu domestizieren. Das kostbarste an ihr ist ihr zutiefst anarchischer Grundzug." Und dies alles ist in Heidenheim nicht nur möglich, sondern praktiziert.

(... weitere Bedankungen)

Klaus Moser
Vorsitzender des Bildhauersymposions Heidenheim

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